• Der blöde Leasing eben...

    Der Leasing, aka Leiharbeiter, muß irgendwie schon minderbemittelt sein, sonst wäre er ja nicht Leiharbeiter. Dementsprechend niedrige Vorstellungen hegt man von seinem Bildungsstand.

    In der Firma gibt es Produkte, die entweder in "High-Runnern" oder in "Low-Runnern" landen, in Versandboxen nämlich. Aber warum heißen die so? Das fragte ich den Schichtleiter, worauf er mir dann gönnerhaft die Wörter "high" und "low" sowie "runner" erklärte und mir zum Abschluß augenzwinkernd sagte: "ist einfach nur englisch".

    Aha!

    Rindvieh.

    Genauso der IT-Fuzzi, der so tut, als könne man nicht mit Excel umgehen, nicht speichern, keine Pfadangaben verstehen, als könne man kaum bis drei zählen. Noch so ein Rindvieh. Aber sollen sie von mir aus denken, was sie wollen.

  • Volle Nerv-Attacke

    Ich dachte, diese Firma beschäftigt nur nette Mitarbeiter, aber weit gefehlt. Der beknackte, bescheuerte, behämmerte, strohdoofe und saublöde Mitarbeiter ist jetzt dermaßen plautzig und arrogant in mein Umfeld geknallt, daß es mich nur noch schüttelt.

    Es macht mich rasend, wenn ich vor lauter Arbeit weder Zeit zum Pinkeln noch zum Trinken noch zum Essen habe, die anderen zwei Herren Staplerfahrer aber gemütlich im Büro sitzen und im Internet surfen! Und wenn dann die Nachschub-Logistik für Leergut nicht klappt, der LKW zu spät kommt und alles im Chaos versinkt, dann freuen sich die Kollegen erst richtig - und weshalb?! Weil der Logistik-Chef des Betriebes ein Wessi ist und sie ihn rausekeln wollen. Klasse.

    Mit allen Mitteln wurde nun versucht, einen Bandstillstand zu provozieren. Obwohl ich längst gesagt hatte, daß ich Unterstützung brauche, wurde betont langsam alles Mögliche gemacht, nur ja nicht der LKW entladen. Der bekloppte Kollege fuhr mit angezogener Handbremse und aufs Lenkrad gestützt an mir vorüber, während er sonst generell Vollgas gibt (und rücksichtslos seine Arbeitsgänge ausführt, dabei andere blockierend *kotz*). Ich kämpfte mich ab, vollkommen genervt und innerlich kochend, weil ich übermüdet und voller Haß auf diese Trottel war, die auf meinem Rücken ihre Kollektiv-Fehde austrugen.

    Was hätte ich tun sollen? Ihnen ihre Beklopptheit ins Gesicht sagen? Dann bin ich das nächste Opfer. Den Schichtleiter informieren? (Der weiß eh, was gespielt wird, und akzeptiert vielleicht sogar das Wessi-Mobbing...). Kannst du alles vergessen. Solche Arbeitstage verstärken meinen Haß auf die Tretmühle und die abgefuckten Spielchen in selbiger. Wie lange werde ich mir den Schrott noch antun?!

    Fazit: Die Menschen sind überall gleich - alles nur Idioten, unfähig zu ordentlichem Verhalten, Vernunft und Zusammenarbeit.

  • Deutscher Musterbetrieb??

    Ja, ich muß es zugeben, ich muß es gestehen: dieser Betrieb hat mich überrascht. Wegen "Pingeligkeit" und totalitären Ansprüchen wurde ich vorgewarnt, doch erwies sich diese Charakterisierung als ziemlich untauglich...

    Es ist ein riesiges Gewerbegebiet, wo eine Fabrik neben der anderen im Karree steht - und alle nahezu neu und nach modernsten Gesichtspunkten erbaut und eingerichtet. Ein Großteil lebt vom Automobilbau-Zuliefern, auch MNO (Name gefaked), wo ich jetzt schon wochenlang arbeite.

    Das Unternehmen hat über 20 Filialen weltweit und kultiviert eine ganz eigene Firmenphilosophie. Das ist auch notwendig, um die erforderliche Produktivität zu generieren - nicht ganz einfach bei monotoner Bandarbeit im Akkord.

    Wie nun sticht MNO heraus aus der Masse anderer Firmen? Man achtet z.B. auf eine "corporate identity" und fördert ein Gefühl der Familienzugehörigkeit. Das geht los mit einheitlicher Arbeitskleidung (Shirt, Hose, Schuhe), über verschiedenste firmeninterne Sportwettkämpfe, ein internes Mitarbeiter-Infosystem über PC, heftige Förderung des Vorschlagswesens bis hin zu aufwendigen "Familientagen" auf Firmengelände und -kosten.

    Ferner herrscht ein lockerer, sehr freundlicher Umgangston. Das Management ist in "gläsernen Büros" untergebracht, wo das "shared-desktop"-Prinzip regiert - jeder kann an jedem Computer seine Arbeit machen.

    Eine BR-Versammlung habe ich auch schon erlebt, mit freundlichen Reden allerseits und Harmonie bis dahinaus, Motto: wir müssen alle zusammenstehen. Irgendwie eine Art "heile deutsche Arbeitswelt", so schien es mir. Eine Firma, wo es möglich ist, Probleme schnell und unbürokratisch zu klären, eine Firma, wo gegenseitige Unterstützung und Vertrauen oberste Prinzipien sind,eine Firma, die etwas für ihre Leute tut (z.B. Kantine mit warmem Essen, TV im Aufenthaltsraum...)- eine Firma, wie man sie sich als angehender Lehrling vorstellte, bevor das Arbeitsleben einen desillusionierte.

    Hier schien das Arbeiten Spaß zu machen, hier schienen alle Mitarbeiter hochmotiviert zu sein, als ob der Bundespräsident persönlich gerade seine Aufwartung machte...echt beeindruckend. Kann es sowas denn geben? Hier und heute, im Kapitalismus, im Osten? Wir werden sehen....

  • Hey Leute! Löst das Musikrätsel!!

    Dies ist eine Art "Crossposting", damit möglichst viele Leser das Vergnügen haben, sich an meinem Pop-Perlen-Rätsel zu versuchen. Hoffentlich erscheinen dann auch meine Tags in der Tag-Cloud...und es kommen massig Besucher.

    Immerhin habe ich sogar schon ein (relativ) aktuelles Bild des gesuchten Künstlers veröffentlicht, und zwar hier! Ich lade euch also ein, nach dem Urheber des kultigen Songs "Total normal" zu fahnden.

    (Ups, das war ja schon wieder ein Hinweis...!)

  • Rückkehr des Abtrünnigen

    Die soziale Hängematte war gut ausgepolstert, das muß ich sagen. Es lebte sich gut darin, wenn auch nicht immer ganz unbehelligt. Völlig gegen meine Wünsche und Pläne bin ich nun gezwungen, erneut in der Deutschland-AG meine Arbeitskraft zu verkaufen, und zwar an eine Firma, die meine gekaufte Arbeitskraft weiterverleiht und damit gutes Geld an mir verdient - quasi ein Zwischenhändler. Diese Zwischenhändler verderben völlig den Preis eines guten Arbeiters und machen die erreichten Rechte wieder kaputt. Ich habe nun also den Status eines Leiharbeiters, auch Zeitarbeiter oder (beschönigend) "Leasingkraft" genannt. Passend sprach mich auch letztens ein Mitarbeiter folgendermaßen an: "Ey Leasing, komm mal her!".

    Das ist klasse. Das ist echte Kommunikation. Ich fühle mich prima, ich bin motiviert, ich habe sooo vieles zu bloggen über die Deutschland-AG -

    ich, der Leasing.

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